Termin Details


Anlässlich 175 Jahre Weihe der Schulze-Orgel erklingen festliche Werke von J.S.Bach, Händel, Mendelssohn u.a.

Orgel: Andreas Conrad
Trompete: Steffen Naumann, Jena

Eintritt: 12,- Euro 

Andreas Conrad, Foto: privat

Andreas Conrad (*1977) studierte 1997-2004 an der Kirchenmusikhochschule Tübingen. Es folgte ein Aufbaustudium (Cembalo/Ensembleleitung) bei Jörg-Andreas Bötticher an der Schola Cantorum Basiliensis.
Seit 2008 ist Andreas Conrad Bezirkskantor an der Stadtkirche St. Georg Schmalkalden. Regelmäßig ist er bei Konzerten sowohl in großen als auch kammermusikalischen Besetzungen als Organist und Cembalist gefragt. Seit 2015 ist Andreas Conrad Dozent an der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte Schlüchtern.

Steffen Naumann, Foto: privat

Steffen Naumann ist der Solo-Trompeter der Jenaer Philharmonie. Geboren in Weimar und aufgewachsen in Schmalkalden, erhielt an der dortigen Musikschule und im Posaunenchor seine erste musikalische Ausbildung, die er an der Leipziger Musikhochschule bei Professor Peter-Michael Krämer fortsetzte. Seit 1996 ist er bei der Jenaer Philharmonie engagiert. Neben zahlreichen kammermusikalischen Aktivitäten in verschiedenen Ensembles sowie solistischen Auftritten mit Orgel und Orchester widmet sich Steffen Naumann im Rahmen der historischen Aufführungspraxis dem Spiel der ventillosen Barocktrompete. Im Jahr 2002 war er Sieger des 6. Internationalen Händel-Wettbewerbs in Halle. Konzertreisen führten ihn bereits bis nach China, Armenien und zahlreiche europäische Länder. Pädagogisch ist er an der Musikhochschule Franz Liszt in Weimar tätig und war bereits mehrfach als Jurymitglied beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert aktiv.

Schulze-Orgel Langewiesen (c) Kige
Die Schulze-Orgel der Langewiesener Liebfrauenkirche
1845 erhielt die Liebfrauenkirche eine neue Orgel. Sie stammt aus der Werkstatt von Johann Friedrich Schulze aus Paulinzella. Die Orgel mit 18 Registern und zwei Manualen wurde von Edmund Schulze, dem ältesten Sohn von J.F. Schulze, aufgebaut und intoniert. Zu diesem Zeitpunkt war er gerade 21 Jahre alt. Seinen Namen findet man an der linken Seitentür der Orgel, ebenso wie seine Initialen auf der tiefsten Pfeife des Gedactbaß im Pedal. Aufgrund von Bauarbeiten in der Kirche wurde das Werk erst am ersten Advent 1851 geweiht. Viele bautypische Merkmale Schulzes findet man an der Orgel, so z. Bsp. das geschweifte Pedal, die Posaune 16‘ mit durchschlagender Zunge und die seitliche Anordnung der Registerzüge. Ein Herausstellungsmerkmal ist das Schwellwerk. Alle Register des Oberwerkes befinden sich in einem Kasten, der auf seinem schrägen Dach eine Jalousie besitzt. Das Betätigen des Schwellers erfolgt über eine Zugstange zu zwei Pedaltritten. Mit einem Schwellwerk erreicht man, dass der ansonsten statische Orgelton lauter bzw. leise wird; es wird eine Echowirkung erzielt. Die Konstruktion des Schwellwerkes war zur Zeit der Erbauung dieser Orgel neu in Thüringen.
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