Termin Details


Guilmant, Rheinberger, Reger sowie Gedichte von Hesse, Vortisch u.a. |

Orgel: Harald Vollmayer |
Klarinette: Sigrun Vortisch |

Werke von Brahms, Guilmant, Rheinberger |

Eintritt:  12,- €

Speisen & Getränke vor dem Konzert

Vortisch Sigrun, Foto: R.Winter

Während ihrer VWL–Examenszeit, entdeckt die bei Nürnberg lebende Klarinettistin Sigrun Felicitas Vortisch ihr Instrument, studiert schließlich an der HfM Nürnberg und entfaltet eine vielfältige, 25 Jahre währende Konzerttätigkeit im In- und Ausland. In der Coronazeit entwickelt sie romantische Duos für Klarinette und Orgel, wofür sie 2022 ein Stipendium des Deutschen Musikrates erhält. Seither erfahren diese Werke große Beachtung, auch in der internationalen Musikwelt. Aufsehen erregt daneben ihre Interpretation von Mozarts Klarinettenkonzert, in einer Fassung für Klarinette und Streichquintett. www.sigrun-vortisch.de

Ruhla-Trinitatis by Franziska Löhr

Die Orgel der Trinitatiskirche Ruhla wurde von Friedrich Knauf (Großtabarz) im Jahre 1859 unter Verwendung des Prospektes und eines (kleinen) Teiles des Metallpfeifenwerkes der barocken Vorgängerorgel erbaut. Sie ist eine Schleifladenorgel und hat mechanische Trakturen. Die Anzahl der klingenden Register beträgt 33 auf zwei Manualen mit Pedal. Damit ist sie die größte bekannte Orgel der Werkstatt Knauf aus Großtabarz.

Die Knauf-Orgel wurde in den Jahren 2007-2019 grundlegend durch den Orgelbaubetrieb Kutter (Friedrichroda) restauriert. 2020 konnte die Orgel erstmalig wieder in einem Konzert im Thüringer Orgelsommer erklingen.

Die Orgelbaufamilie Knauf war über vier Generationen in Thüringen aktiv. Die Knaufs gehörten im 19. Jahrhundert zu den produktivsten Orgelbauern in Thüringen; ihr Werk umfasst mehr als 200 Orgeln.

Leider wissen wir insgesamt nur sehr wenig über die Baugeschichte der Orgel in Ruhla Trinitatis. Ein durchaus umfangreicher Aktenbestand wurde durch Schädlingsbefall in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts vernichtet. Wesentliche Fragen der Vorgeschichte, der Herkunft des Gehäuses und der im Laufe der Geschichte vorgenommenen Veränderungen können deshalb kaum noch schlüssig beantwortet werden. Es finden sich v.a. am Gehäuse zahlreiche Altershinweise. Der älteste gefundene Eintrag ist eine geschnitzte Jahreszahl 1755, eine gewisse Konzentration von Signaturen findet sich in der Zeit um 1830. Es erscheint sehr sicher, dass es sich beim Gehäuse um gemischten Bestand handelt, dessen älteste Teile an der turmseitigen, oberen Rückwand zu finden sind. Die Trinitatisorgel ist das wohl größte, von Friedrich Knauf erbaute Instrument, auch wenn es im Gegensatz zur fast gleichgroßen Orgel in Geisa (Rhön) nur über 2 Manuale verfügt.
Ganz sicher war es für den alten Organisten Georg Heinrich Lux (1779 – 1861) die Erfüllung eines Lebenstraumes, die neue Orgel in ihrem Werden zu Erleben. Georg Heinrich Lux war ein sehr fähiger Organist und Komponist, der u.a. mit Franz Liszt befreundet war. Letzterer hat sich wohl auch besuchsweise in Ruhla aufgehalten. Zweifellos hatte Lux maßgeblichen Anteil an der Größe der Disposition. Aber auch sein zu Lebzeiten schon bekannterer Sohn Friedrich Lux (1820 – 1895), der 1859 als Dirigent und Komponist in der Blüte seines Schaffens stand, dürfte nicht ohne Einfluss geblieben sein. Leider ist die diesbezügliche Quellenlage spärlich.
Die Spendenaktion „Frischer Wind für alte (Orgel-) Pfeifen“ wurde 2008 ins Leben gerufen. Nach dem Ausbau der nicht mehr bespielbaren Knauforgel stand die Restaurierung der Orgel im Mittelpunkt der Vereinsaktivitäten.
Ca. 260.000 Euro mussten über Fördermittel und Spenden eingeworben werden. Hier konnten Spendenwillige Patenschaften über 2000 Orgelpfeifen übernehmen.
Elke Schmidt und Birgit Jandt, Förderverein „St. Trinitatis“ 2019

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