Termin Details


Musik von Gabriel Rheinberger, Max Bruch, Friedrich Lux |

Orgel: Thorsten Pech
Violine: Andreas Lehmann

Eintritt: 12,- Euro |

Andreas Lehmann wurde 1970 in Quedlinburg geboren. Seine geigerische Ausbildung erhielt er an der Hochschule für Musik „FRANZ LISZT“ Weimar bei Prof. Jost Witter bis zum Konzertexamen. Es schlossen sich Meisterkurse u.a. bei Wolfgang Marschner, Igor Ozim, Ruggiero Ricci, Boris Kuschnir, Thomas Brandis und Eberhard Feltz an. Auch ein Studium im Fach Orchester- und Chordirigieren bei Prof. Gunter Kahlert folgte.Seit 1994 war Andreas Lehmann Künstlerischer Assistent im Fach Violine an der HfM Franz Liszt Weimar. 1997 erreichte er den 1.Ensemble-Preis der Allianz-Stiftung im internationalen Wettbewerb „Junge Elite“ der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Ab 2002 war er als Hochschuldozent für Violine, Methodik und Kammermusik am Institut für Musik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg tätig, bevor Andreas Lehmann seit 2006 Professor für Violine an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar wurde. Es folgten Konzertreisen, CD-Einspielungen und Rundfunkproduktionen mit dem „Liszt- Trio Weimar“, Konzerte beim Rheingau Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg- Vorpommern, dem Beethovenfest Sutri (Italien), dem Oleg-Kagan-Festival, dem Musikfest Kassel sowie dem Kunstfest „pèlerinages“ Weimar. Neben seiner Lehrtätigkeit ist Andreas Lehmann Konzertmeister des „Franz-Liszt-Kammerorchesters Weimar“, des „Leipziger Kammerorchesters“, des „Mitteldeutschen Kammerorchesters“ und des „Spohr-Kammerorchesters Kassel“, außerdem wirkt bei Jurytätigkeiten und Meisterkursen für Violine und Kammermusik in Deutschland mit.

Seit 5 Jahrzehnten ist der 1960 in Wtal-Elberfeld geborene Thorsten Andreas Pech als Konzertorganist, Dirigent, Chorleiter und Kantor tätig. Nach seinem Kantorenexamen 1980 und einem Orgel-Konzertfachstudium (Examen 1983) zog es ihn in die Welt zur Dirigentenausbildung nach Wien (Examen 1985). Ein Musiker in den Welten ist er geblieben, ob als konzertierender Organist, z.B. in China, Japan, Russland, Polen und den meisten westeuropäischen Nachbarländern sowie als Dirigent im Oratorien – und sinfonischen Bereich. 28 CD – Einspielungen, zahlreiche eigene Kompositionen, vornehmlich in Besetzungen für Trompete(n) und Orgel, sowie Kurse für Orgel-Literatur ergänzen seine vielseitige Tätigkeit. Dennoch ist Thorsten Pech bis 2025 auch seinen rheinischen Wurzeln treu geblieben – seit 1977 war er als hauptamtlicher Kantor und Organist in Kaiserswerth und Wuppertal tätig, von 1989 – 2021 leitete er den Bachverein Düsseldorf und von 2003 – 2025 als Chordirektor und Dirigent auch den Konzertchor Wuppertal. Nach seinem Eintritt in den Ruhestand als hauptamtlicher Kantor und Chordirektor widmet er sich fortan von seinem neuen Lebensmittelpunkt Weimar ganz dem konzertanten Orgelspiel und Dirigieren sowie seinen eigenen Kompositionen, außerdem als Herausgeber bislang nicht verlegter Orgelmusik in neu edierten Ausgaben.Aufgrund seiner langjährigen überregionalen Tätigkeit wurde Thorsten Pech 1998 vom Fachverband Deutscher Berufschorleiter zum „Musikdirektor“ ernannt, 2016 war er Preisträger der Enno und Christa Springmann Stiftung. Neben seinem umfangreichen Repertoire, das die Werke aller Epochen vom frühen Barock bis hin zur Moderne umfasst, liegt ein besonderer musikalischer Schwerpunkt in der Musik der deutschen Orgelromantik (Hesse, Liszt, Mendelssohn, Reger, Rheinberger u.a.). Außerdem ist Thorsten Pech als Improvisator an der Orgel, als Lehrer in Orgel-Meisterkursen über die Orgelmusik und den Orgelbau des 19. Jahrhunderts sowie als kompetenter Orgelbau-Spezialist der Instrumente von Wilhelm-Sauer-Frankfurt/Oder sehr geschätzt und gefragt. In div. Kombinationen kennt man Thorsten A. Pech als einen vielseitigen und einfühlsamen Begleiter. www.thorsten-pech.com

 

Bad-Frankenh-byTh.Heinke

Die Strobel-Orgel in der Unterkirche Bad Frankenhausen zählt zu den bedeutendsten Denkmalorgeln Mitteldeutschlands. Die Ursprungsorgel wurde 1703 von Johann North aus Rudolstadt erbaut. 1843 wurde sie von der Orgelbauwerkstatt Johann Friedrich Schulze aus Paulinzella umgebaut, die Arbeiten wurden ausgeführt von dem Werkmeister Julius Alexander Strobel (1814-1884). 1886 schufen Reinhold und Adolph Strobel nach Plänen des Vaters Julius ein neues Instrument hinter die barocke Fassade. Die übernommenen Register von 1703 und 1843 passten sie so an den neuen Pfeifenbestand an, dass sie sich nahtlos in die hoch romantische Konzeption einfügten. Späteren, dem Zeitgeschmack geschuldeten Umbauten fielen nur fünf Register zum Opfer. Eine derart hohe Erhaltungsquote – einschließlich der Prospektpfeifen und der vollständigen technischen Anlage – ist eine außergewöhnliche Besonderheit, die nur wenige hoch romantische Orgeln in Deutschland aufweisen. Die Bedeutung des Instrumentes besteht einerseits in der ausgereiften hoch romantischen Klangkonzeption, andererseits in der – für damalige Zeiten – sehr modernen technischen Anlage.  Mit 49 Registern auf 3 Manualen und Pedal war und ist diese Orgel eines der größten hoch romantischen Instrumente in ganz Mitteldeutschland und darüber hinaus die größte romantische Orgel aus einer Thüringer Orgelbauwerkstatt.

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