Termin Details


Pachelbel, Farinell, Susanne van Soldt, Ortiz u.a. |

Orgel: Theophil Heinke |
Diskantgambe: Susanne Herre |

Eintritt: 12,- Euro

 

Susanne Herre, Foto: Katharina Wöllner

Die vielsaitige Musikerin Susanne Herre konzertiert auf Lauteninstrumenten, Gamben und historischen Mandolinen solistisch, in Kammermusikformationen sowie mit namhaften Ensembles der Alten Musik. Dabei musizierte sie u.a. mit Künstler*innen wie Midori Seiler und Maurice Steger und mit Ensembles wie Concerto Köln und dem Chor des Bayerischen Rundfunks.

Neben ihrer Unterrichtstätigkeit am Erlanger Musikinstitut in den Fächern Gambe, Mandoline und Laute/Generalbass unterstützt sie außerdem die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach in der Organisation zahlreicher Barockprojekte und widmet sich der Recherche und Wiederaufführung von in Bibliotheken schlummernden musikalischen Schätzen. www.susanneherre.com

Theophil Heinke, Foto: David Gorol

Theophil Heinke studierte unter anderem bei Johannes Schäfer, Silvius von Kessel, Ludger Rémy und Bernhard Klapprott an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar. Seit 1995 wirkt er als Kirchenmusiker in Waltershausen an der größten Barockorgel Thüringens.  Konzerte führten ihn auch in mehrere Länder Europas sowie Nord- und Südamerikas. Als Nachfolger von KMD Gottfried Preller leitet er seit 2018 den Thüringer Orgelsommer.

Mehrere CD-Produktionen an verschiedenen historischen Orgeln Thüringens sowie Rundfunk- und Fernsehaufnahmen dokumentieren Heinkes orgel-künstlerisches Profil. 2019 wurde er zum Botschafter des Landkreises Gotha 2020/21 ernannt.

Silbermann Orgel Schloss Burgk by Nico Stengert

Unter der Regentschaft Heinrichs III. Reuß-Untergreiz (1701-1768) wurde im Jahr 1739 der „Königlich-Sächsische Hoff- und Land-Orgel-Bauer“ Gottfried Silbermann (1683-1753) mit dem Bau einer neuen Orgel für die Burgker Schlosskapelle beauftragt. Im Dezember 1742 begann Silbermann mit deren Einbau und schon an Ostern 1743 konnte das einmanualige Instrument mit 12 Stimmen, 648 klingenden und einer stummen Pfeife geweiht werden.

Nach der durch Silbermann selbst autorisierten Zählung trägt das Werk in Burgk die OpusNr. 47.  Die 12 Register sind in nahezu originalem Zustand, ebenso wie Tastatur, Pedal und Gehäuse. Die Balganlage besteht aus zwei Keilbälgen, erst 1967 wurde ein Windmotor eingebaut. 1982 wurden das Pfeifenwerk gereinigt, Reparaturen vorgenommen und die von Silbermann vorgesehene modifizierte mitteltönige Stimmung rekonstruiert.

„Bei der Orgel in der Schlosskapelle in Burgk handelt es sich um ein einzigartiges Kulturdenkmal ersten Ranges, das für die Musikgeschichte Mitteldeutschlands einen unersetzbaren Wert darstellt. Durch ihren nahezu in allen Teilen originalen Zustand hebt sich diese Orgel deutlich hervor“, so die Einschätzung von Prof. Dr. Conny Restle, Direktorin des Musikinstrumenten-Museums beim Staatlichen Institut für Musikforschung Berlin.

 

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