Hesse, Mendelssohn, Kapsberger, Piccinini u.a.
Orgel: Janus Graichen
Theorbe: Erik Warkenthin
Eintritt: 12,- | Imbiss nach dem Konzert

Janus Graichen absolviert zur Zeit sein Abitur am Sprach-Gymnasium in Waltershausen/Schnepfenthal. Er begann 2019 mit dem Orgelunterricht als Folge seiner Begeisterung für die Orgel, die durch einen Workshop des Thüringer Orgelsommers geweckt bei ihm wurde. Bei KMD Theophil Heinke an der Trost-Orgel in Waltershausen lernte er vor allem barocke Stücke im Unterricht, in Arnstadt bei Jörg Reddin (Bachkirche Arnstadt) konnte er sich mit der Stilistik der Romantik vertraut machen. Seit 2021 nimmt er am Orgelcamp in Freiberg teil, einer Veranstaltung zur Nachwuchsförderung mit Unterricht bei verschiedenen Organisten und der Möglichkeit an Silbermann-Orgeln Erfahrungen zu sammeln, sowie zum künstlerischen Austausch der jungen Künstler. Im Rahmen des C-Kurses erhielt er auch Unterricht bei Prof. Matthias Dreißig und setzte die Ausbildung bei ihm fort. 2022 gab er sein erstes Orgelkonzert in der Hospitalkapelle in Lingen, weitere folgten. Neben barocken, romantischen und modernen Stücken für Orgel und Klavier ist die Improvisation Janus‘ große Leidenschaft.

Erik Warkenthin studierte klassische Gitarre in Rostock und Weimar. Durch Projekte an der Hochschule entdeckte er seine Liebe zur Alten Musik. Kurse und private Studien, u.a. bei Lee Santana, brachten ihn auf den Weg und er spezialisierte sich auf Laute, Theorbe und Barockgitarre. Vielsaitig ist er seitdem mit den Ensembles „The Playfords“ und „Simkhat Hanefesh“ unterwegs. Des Weiteren wirkt er als gefragter Gastmusiker bei zahlreichen Opernaufführungen und Chorkonzerten beim Monteverdichor Würzburg, Kammerchor Michaelstein, Gewandhauschor Leipzig, Mitteldeutsche Barock Compagney u.a. mit. Außerdem beschäftigt er sich im Bereich der christlichen Popularmusik mit der Nachwuchsarbeit und ist als E-Gitarrist und Bandcoach tätig.

Orgel in der St. Georg- Kirche Seebergen: Das Instrument wurde 1822 von Ernst Ludwig Hesse (Dachwig) erbaut und zählt zu den größten erhaltenen Werken der Orgelbauwerkstatt Hesse. Die Orgel wurde auf Initiative des Freundeskreises Hesse- Orgel Seebergen e. V. von 2001 bis 2004 durch den Orgelbau Waltershausen restauriert. Sie hat 36 klingende Register (davon 6 Transmissionen), 2 Manuale (C- f³) und Pedal (C- d1). Sie ist ein Instrument mit mechanischen Ton- und Registertrakturen.
Orgelbauwerkstatt Hesse: Insgesamt 4 Generationen der Familie Hesse aus Dachwig wirkten als Orgelbauer (von 1734 bis 1900) in Thüringen und darüber hinaus. Im 19. Jahrhundert wurde sie durch große Bauten wie u.a. im Erfurter und Rigaer Dom bekannt und wurde sogar im Wettstreit mit den damals bedeutendsten Firmen Europas für den Neubau der Konzert-Orgel des Wiener Musikvereins angefragt. Die Instrumente dieser bedeutenden Werkstatt zeichnen sich durch ihre hervorragende Handwerksarbeit, eine sehr feine und klare Intonation sowie viele liebevoll ausgeführte Details aus.
