Termin Details


Andreas Conrad, Schmalkalden – Orgel;

Marianne Schechtel, Meiningen – Mezzosopran;

ein lebensfrohes Programm mit Werken von J.S. Bach, G.F. Händel sowie Operetten-Highlights

Eintritt: 12,- €

Marianne Schechtel; Foto: Maria Liebig

Die Mezzosopranistin Marianne Schechtel ist derzeit Ensemblemitglied des Staatstheaters Meiningen. Dort gestaltete sie vielseitige Opernpartien wie Eboli in Don Carlos (G.Verdi), Carmen in Carmen (G. Bizet), Suzuki in Madama Butterfly von (G.Puccini) sowie Dorabella in Così fan tutte von (W.A. Mozart).
Für ihre eindrucksvolle Darstellung der Helene Alving in der Uraufführung der Oper Gespenster (T. Aagard-Nilsen) wurde sie 2024 für den Deutschen Theaterpreis (Faustpreis) vorgeschlagen. Darüber hinaus erhielt sie am Staatstheater Meiningen den Ulrich-Burkhardt-Förderpreis als herausragende Nachwuchskünstlerin.
Im Konzertfach ist Marianne Schechtel gern und regelmäßig tätig und war unter anderem in Mendelssohns Die erste Walpurgisnacht unter der Leitung von Alexander Lebek im Konzerthaus Berlin und in Bachs Weihnachtsoratorium in Kooperation mit Christoph Hagel im Berliner Dom zu hören und zählt die großen Oratorien zu ihrem Repertoire. Eine enge musikalische Zusammenarbeit verbindet sie im mit Andreas Conrad; gemeinsam gestalten sie regelmäßig Konzerte im Thüringer Raum.
Marianne studierte im Bachelor in ihrer Heimatstadt Lübeck und absolvierte den Masterstudiengang an der HfM für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Im Rahmen zahlreicher Meisterkurse arbeitete sie mit renommierten Künstlerpersönlichkeiten wie KS Francisco Araiza, KS Christa Ludwig und KS Angelika Kirchschlager zusammen.
Zu den Preisen und Stipendien, mit denen Marianne ausgezeichnet wurde, gehören unter anderem Auszeichnungen des Vereins Yehudi Menuhin Live Music Now in Lübeck und Berlin und der Jutta-Schlegel-Preis. Darüber hinaus erhielt sie Stipendien der Possehl-Stiftung Lübeck, der Jungen Oper Lübeck sowie des Richard Wagner Verbands Hamburg.

 

Andreas Conrad, Foto: privat

Andreas Conrad (*1977) studierte 1997-2004 an der Kirchenmusikhochschule Tübingen. Es folgte ein Aufbaustudium (Cembalo/Ensembleleitung) bei Jörg-Andreas Bötticher an der Schola Cantorum Basiliensis.

Seit 2008 ist Andreas Conrad Bezirkskantor an der Stadtkirche St. Georg in Schmalkalden. Regelmäßig ist er bei Konzerten sowohl in großen als auch kammermusikalischen Besetzungen als Organist und Cembalist gefragt. Seit 2015 ist er als Dozent an der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte Schlüchtern tätig. Er ist Vizepräsident des Thüringer Orgelsommer e.V. und Orgel-Sachverständiger in EKM und EKKW.

 

Doeringorgel Ostheim Foto: Christoph Schindler

Die Hauptorgel der Kirchenburg Ostheim wurde 1738 vom Ostheimer Orgelbauer Johann Ernst Döring erbaut und ist das größte erhaltene Instrument aus seiner Werkstatt. Umbauten erfolgten durch Johann Georg Markert (Ostheim) 1848 und 1894 durch seinen Sohn Otto Markert. Durch die Orgelbaufirma Hoffmann (ebenfalls Ostheim) erfolgten Sanierungsarbeiten in den Jahren 1961 und  2003. Im Jahre 1975 wurde die Chororgel von Otto Hoffmann gestiftet. Diese wurde unterhalb der Orgel, hinter dem Altar positioniert. Die Chororgel mit insgesamt 7 klingenden Registern kann auch von der Hauptorgel (30 klingende Register) aus gespielt werden. Insgesamt stehen also in der imposanten Anlage 37 klingende Register mit 2144 Pfeifen, einem  Cymbelstern und Tremulanten zur Verfügung,

Johann Ernst Döring, der ursprüngliche Erbauer der Orgel, gehörte zu den bedeutensten Orgelbauern des Barock in Süd- und Westthüringen. Er trug den Titel „Fürstlich Sächsisch-Eisenacherischer priviligierter Orgelmacher“ (Ostheim gehörte seiner Zeit zum Herzogtum Sachsen Eisenach). Heute können noch 15 weitere Orgeln aus seiner Werkstatt nachgewiesen werden, von denen einige noch erhalten sind:

Sondheim/Grabfeld 1734, Geroda 1735, Exdorf 1735, Völkershausen 1739, Filke 1741, Kaltensundheim 1745, Aubstadt 1747, Bettenhausen 1747,
Unterweid 1748, Wölfershausen 1752, Milz 1754, Reichenhausen 1769, Dietzhausen 1770, Oberwaldbehrungen 1772, Ritschenhausen 1775

 

ORGEL & GESANG