Termin Details


Orgel:  Mira Cieślak, Neuss |
Blockflöte: Franziska Trommer, Dresden |

Eintritt: 12,- Euro | mit Weinempfang |

Mira Cieslak, Foto: Elahe Rostami

 

 

 

 

 

 

 

Dr. Mirosława Cieślak stammt aus Oberschlesien (Polen). Sie absolvierte mehrere Studiengänge im Bereich Orgel, Musiktheorie und historische Tasteninstrumente in Polen, den Niederlanden und Deutschland. Sie konzertiert viel in ihrem Heimatland und im Ausland (Europa, USA, Kanada). Sie ist Preisträgerin mehrerer internationaler Wettbewerbe. Von 2018 bis 2022 arbeitete sie als Kantorin des Evangelischen Kirchspiels Querfurt und Kreiskantorin des Kirchenkreises Merseburg. Aktuell wirkt sie als Seelsorgebereichsmusikerin in Neuss-Mitte.

Ihre musikalische Prägung erfuhr Franziska Trommer im Bachelorstudium Blockflöte bei Prof. Myriam Eichberger an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar; im Masterstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt erweiterte sie ihre künstlerische und pädagogische Perspektive bei Prof. Jan van Hoecke und Kerstin Fahr. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit in verschiedenen kammermusikalischen Formationen liegt ihr die musikpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sehr am Herzen, die sie in ihrer Anstellung in Döbeln an der Musikschule Mittelsachsen verwirklicht.

 

Markert-Orgel Seebach-Foto: R.Schenk
Die Markert-Orgel Seebach
Aus alten Unterlagen geht hervor, dass in der Seebacher Kirche in den 1770-er Jahren die Reparatur einer damals schon zweiten Orgel erwähnt wird.
Im Jahr 1883 entschloss sich der Gemeindekirchenrat für einen Neubau, also eine dritte Orgel. Die Orgelbaufirma Georg Markert (1813-1891) aus Ostheim in der Rhön den Zuschlag für den Neubau der Orgel. Markert erlernte das Orgelbauhandwerk bei seinem Vater Georg (1781-1853). Die Firmengründung aber geht zurück auf den Bau eines Pedalclavicords, das heute noch im Bachhaus in Eisenach steht. Erwähnenswert ist die Mitarbeit von Wilhelm Alexander Gottschalg (1827-1908), dem „legendären Kantor“ von Franz Liszt, in der Werkstatt von Markert. Er ist es auch gewesen, der die Disposition für die Orgel empfahl. Die Orgel in Seebach ist eines der letzten Werke dieses Meisters. Sie besitzt 2 Manuale, Pedal, 13 klingende Register und 732 Pfeifen.
Dass man bereits bei der Erbauung der Orgel vor rund 140 Jahren auf Spendengelder angewiesen war, die nicht nur von den Seebacher Bürgern aufgebracht werden konnten, beweist am oberen Prospektrahmen das Wappen (das goldene S im Lorbeerkranz) der Sophie der Niederlande, der Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach und Gattin des Großherzogs Carl August. Sie hatte sich vor allem für den Erhalt der Thüringer Dorforgeln tatkräftig eingesetzt.
1961 wurde eine Generalüberholung durchgeführt. Doch Verschleiß, Verschmutzung und Schimmelpilzbefall der Pfeifen, des Holzes und der Metallteile erforderten zu ihrer Rettung eine grundlegende Sanierung.
Im Jahre 2006 reifte in der Kirchgemeinde der Plan der notwendigen Orgelsanierung. Unter fachlicher Begleitung von Orgelsachverständigen und Baufachleuten der Landeskirche sowie des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie wurde der Zustand begutachtet, der Sanierungsbedarf ermittelt und eine Kostenplanung durchgeführt. Die Orgelbaufirma Bernhard Kutter in Friedrichroda wurde mit der Sanierung betraut.
Ein schönes Erlebnis war bereits die Abnahme der Orgelsanierung durch den zuständigen Orgelsachverständigen Theophil Heinke. Er war voll des Lobes ob der fabelhaften Erneuerung. Allein die Einzigartigkeit der Flötenklänge, die man fast nur an den barocken Thüringer Orgeln findet, begeisterte ihn. Nach einjähriger Sanierung war die Orgel nun fertiggestellt. Mit großer Freude konnte die Kirchgemeinde ihre Orgel in einem Festgottesdienst am Dritten Advent 2013 wieder klingen hören. In einem überfüllten Gotteshaus wurde die Orgel von Herrn Pfarrer Reinhardt geweiht.
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