Literatur und Orgelklang in einem besonderen Dialog über das Element Wasser
Orgel: Christoph Seestern-Pauly
Lesung: Sandra Blume
Eintritt: 12,- Euro
Der Titel des Abends, „I due fiumi“(deutsch: „Die zwei Flüsse“)–verweist auf das gleichnamige Werk von Ludovico Einaudi. Es bildet den poetischen Mittelpunkt des Programms und steht sinnbildlich für das Zusammenfließen zweier Ströme: des literarischen Flusses und des musikalischen Flusses.
Sandra Blume liest Texte zur Werra sowie Gedichte über Flüsse, Seen und andere Wasserorte. Ihre Flussgeschichten stammen überwiegend aus der 2022 erschienenen Flussbiografie „An der Biegung des Flusses –ein Buch über die Werra“. Auf über 120 Kilometern begleitete sie die Mittlere Werra –stets dicht am Wasser, abseits der Wege und durch stille, beinahe verborgene Landschaften. In eindringlichen Ich-Erzählungen verbindet sie persönliche Wandererlebnisse mit poetischen Naturbeschreibungen und sachkundigen Einblicken –vom Salz über Kieselsteine, Brücken und Grenzen bis hin zu Fischen, Nixen und dem geheimnisvollen Element Wasser. Christoph Seestern-Pauly begleitet sie an der Orgel mit Fragmenten und Variationen aus Werken von Ludovico Einaudi. In fein gearbeiteten Klangschichten entstehen musikalische Strömungen, die Motivedes Wassers aufnehmen und weitertragen.

Sandra Blume war 11 Jahre Pressesprecherin des Wartburgkreises und leitet aktuell die Unternehmenskommunikation der AWO in Thüringen. Geboren in Eisenach, hat sie in Leipzig Geschichte, Kulturwissenschaften und Journalistik studiert. Ihre lyrischen Texte und Sachbücher zeugen von einer engen Verbindung zur Wartburgregion. Neben dem Werrabuch sind unter anderem „Das Gedächtnis der Dörfer und Städte –Museen und Sammlungen im Wartburgkreis“ und der Gedichtband „Lichtfänger“, herausgegeben von der Literarischen Gesellschaft Thüringen von ihr erschienen.

Der 1951 in Eisenach geborene Christoph Seestern-Pauly erlernte während seiner Schulzeit das Klavierspiel. Es folgte ein Studium an der Martin-Luther-Universität in Halle mit dem Abschluss zum Diplompädagogen für Musikerziehung. Anschließend war er 40 Jahre als Musiklehrer und als Fachberater für Musik im Schuldienst tätig. Nach Eintritt des Ruhestandes sorgt er ehrenamtlich für die musikalische Ausgestaltung der Gottesdienste in Eisenach.

Die Reger-Orgel in der Stadtkirche Meiningen. Die heutige Orgel stammt aus dem Jahr 1889 und wurde von der Orgelbaufirma Martin Schlimbach & Sohn (Würzburg) als zweimanualiges Instrument erbaut. Auf dieser Orgel spielten und komponierten unter anderem Johannes Brahms und Max Reger. Auf Anregung Regers wurde die Orgel von der Firma Walcker um ein drittes Manual erweitert (Schwellwerk). Sie wurde somit zur Reger-Orgel und als diese am 10. Oktober 1932 von Erhard Mauersberger eingeweiht.
1945 erlitt die Orgel schwere Kriegsschäden und wurde Ende der 1940er-Jahre nur unzureichend wieder instand gesetzt. Sie verfiel in der nachfolgenden Zeit zusehends. Von 1992 bis 1994 wurde die Orgel von der Firma Hey aus Urspringen umfangreich repariert und am 6. Mai 1994 im Rahmen der Meininger Landesmusiktage vom Nürnberger Organisten Werner Jacob eingeweiht. Im Jahr 2006 erhielt die Orgel eine neue Windversorgung. Sie hat 56 klingende Register und elektrische Trakturen.
