J.S. Bach, J. Pachelbel und F. Mendelssohn-Bartholdy
Orgel: Bastian Uhlig, Gotha |
Erzählerin: Laura Birkenfelder, Hamburg |
Eintritt: 12,- Euro |
Schauspielerin Laura Birkenfelder (Hamburg) und Organist Bastian Uhlig (Gotha) erzählen in Wort und Klang den berührenden Klassiker „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry.

Bastian Uhlig, der das Königliche Konservatorium Brüssel und die Musikhochschule Weimar mit Auszeichnung verließ, konzertiert international als gefragter Solist und Continuospieler an Cembalo, Orgel und Fortepiano. Seine Konzerte wurden u.a. von Deutschlandfunk Kultur, Corporación Radio e Televisión de Galicia und dem Bayerischen Rundfunk aufgezeichnet. Er bekleidet eine Stelle als Regionalkantor im Kirchenkreis Waltershausen-Ohrdruf. Ob als Solist begleitet von der Real Filharmonía de Galicia, der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach, im Orgelrecital in der Kathedrale von Santiago de Compostela und in der Erlöserkirche Jerusalem, im Rahmen seiner Konzerttournee in Andalusien oder wenn er gemeinsam mit Ton Koopman, Midori Seiler, Michael Hofstetter und vielen anderen auftritt: Bastian Uhlig gilt in Kritiken als vielseitiger „Meister seines Fachs“, wofür er mehrfach international ausgezeichnet wurde.

Laura Birkenfelder ist Theaterpädagogin und Schauspielerin. Sie absolvierte ihre Ausbildung an der Theaterakademie Stuttgart und arbeitet seither in beiden Bereichen. In ihrer pädagogischen Arbeit verbindet sie kreative Methoden mit gesellschaftlich relevanten Themen, um Menschen aller Altersgruppen für Theater zu begeistern. Als Schauspielerin stand sie in einigen Inszenierungen auf der Bühne. Seit 2022 kann man Laura Birkenfelder als „Lore“ im Hamburg Dungeon sehen. Neben dieser Tätigkeit produzierte und inszenierte sie ein von ihr umgeschriebenes Theaterstück namens „Schwarz, Weiß und Grau“, was im Februar 2024 seine Premiere und im September 2024 seine Wiederaufnahme feiern durfte. Zuvor war sie als Theaterpädagogin am Allee Theater in Hamburg tätig.

Die Berkaer Orgel wurde 1697/98 von dem Orgelbauer Georg Christoph Stertzing erbaut. Dieser Orgelbauer war mit dem Eisenacher Organisten, Komponisten und Orgelsachkundigen Johann Christoph Bach aus Eisenach befreundet und hat mit dessen Expertise und Vorstellungen ab 1696 die damalig größte Orgel Thüringens in der Eisenacher Georgenkirche installiert. Johann Christoph Bach, ein Verwandter Johann Sebastian Bachs, erarbeitete die Disposition der damaligen Eisenacher Orgel (1707 fertiggestellt). In seiner Funktion als Eisenacher Organist war er zugleich verantwortlich für die Orgeln der Region, also auch für Berka/Werra. So ist davon auszugehen, dass er auch an der Konzeption der Berkaer Orgel maßgeblichen Anteil hat. Aus den historischen Akten zum Orgelbau geht hervor, dass er 1697 die Berkaer Orgel als Sachverständiger geprüft und für gut befunden hat.
Die Berkaer Stertzing-Orgel ist in jeder Hinsicht etwas Besonderes: Sie ist das älteste erhaltene Instrument Stertzings und damit eine große Bereicherung für die Orgellandschaft Thüringens. Die Orgel wurde in den letzten beiden Jahren originalgetreu restauriert; sie verfügt über 70% originalen Pfeifenbestand, der auch nach der Restaurierung sämtlich wieder erklingt. Zudem ist das gesamte Gehäuse unverändert original. Besonders zu erwähnen ist, dass die Orgel über ein relativ seltenes Rückpositiv verfügt, ein Orgelwerk, das in die Emporenbrüstung eingebaut ist und damit in den Kirchenraum hineinragt.
Die Orgelbaumeister Hoffmann und Schindler aus Ostheim haben dieses Instrument liebevoll und fachkundig restauriert. Davor waren unzählige wissenschaftlich-archivarische Recherchen nötig. Des Weiteren konnte die Kirchengemeinde auf die Expertise des Orgelsachverständigen Frank Bettenhausen aus Rudolstadt und des Thomasorganisten i.R. Prof. Ullrich Böhme zurückgreifen. Herr Böhme hat sich wissenschaftlich mit dem Orgelbauer Stertzing und dessen Orgel in der Georgenkirche beschäftigt und begleitete als weltweit geschätzter Organist wissenschaftlich den Renovierungsprozess der Berkaer Orgel.
