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Orgel: Paolo Oreni, Mailand |
Eintritt: 12,- Euro | mit Weinempfang
Ein außergewöhnliches Konzert-Kinoerlebnis erwartet das Publikum mit zwei kurzen legendären Charlie-Chaplin-Stummfilmkomödien auf großer Leinwand (je ca. 40 min. ). Die Filmvorführung wird begleitet von einem Live-Orgel-Soundtrack, eigens improvisiert vom international gefeierten Organisten Paolo Oreni aus Mailand. Der Orgelvirtuose Oreni, der auch der „Paganini der Orgel“ genannt wird, wird den Film live auf der Orgel musikalisch begleiten mit einer Improvisation, die Bild und Klang zu einer einzigartigen Symbiose verbindet. Die Süddeutsche Zeitung lobte Oreni als „ein wirkliches Wunder der Technik mit unerreichter Präzision“.
Paolo Oreni (c) Olaf D. Hennig
Die Süddeutsche Zeitung beschrieb Paolo Oreni so: “Ein junger italienischer Künstler, hoch begabt, ein wirkliches Wunder der Technik mit unerreichter Präzession. Große Erwartungen sind in ihm vorbestimmt”.
In Treviglio 1979 geboren, startete Paolo Oreni seine musikalische Orgelausbildung mit nur 11 Jahren bei Walter Zaramella am Gaetano Donizetti Musical Institute.
2000 ermöglichte ihm das Kulturministerium Luxemburg durch ein Stipendium einen Wechsel nach Luxembourg. Hier errang er 2002 den “Prix Interrégional-Diplôme de Concert”. Weitere Preise und Auszeichnungen folgten.
Weiterführenden Studien führten Oreni zu nennenswerten Musikern wie Jean-Paul Imbert und Lydia Baldecchi Arcuri. Die Begegnung mit Jean Guillou während mehrerer Meisterkurse in St. Eustache Paris und in der Tonhalle Zürich prägten ihn entscheidend.
Oreni gibt jährliche ca. 100 Konzerte, viele davon als Solist mit bedeutenden Orchestern in Italien (u.a. an der Mailänder Scala), der Schweiz, Frankreich, England, Schweden, Finnland, Spanien, Dänemark, den Niederlanden, Deutschland, Luxemburg, Polen, Albanien und Israel.
Seit 2006 ist er im Auftrag der Diozöse München als Meisterklassen-Dozent für Improvisation und Orgelrepertoire von Bach bis zu moderner Musik in der Basilika Ottobeuren und dem Altenberger Dom tätig.
Friedrichroda Jehmlich-Orgel by E. Schwarz-Schertler
Die Orgel der St. Blasius-Kirche Friedrichroda wurde 1961 durch den Orgelbau Jehmlich, Dresden unter Verwendung des spätbarocken Prospektes (Gebrüder Wagner, Schmiedefeld, um 1780) erbaut. Sie ist eines der ersten Instrumente, das nach über sechs Jahrzehnten pneumatischer und elektrischer Bauweise wieder in vollmechanischer Funktionsweise ausgeführt wurde. Im Zuge der Wiederentdeckung der Barockmusik, aber auch zeitgenössischer Bestrebungen gab es Mitte des 20. Jahrhunderts eine Rückbesinnung auf den historischen Orgelbau. Hierzu gehörte zunächst die Wiederentdeckung einiger barocken Klangprinzipien, später aber auch die Erkenntnis der Vorteile mechanischer Trakturen, bei denen, im Gegensatz zu den pneumatischen oder elektrischen Systemen, der Kontakt vom Spieler zum Ton ein direkter und lebendiger ist. Der Bau der Orgel in der Blasius-Kirche fiel in diese Zeit und wurde dadurch zu den Prototypen eines wiederentdeckten Orgelsystems. Das Instrument ist daher ein nicht unbedeutendes Klangdokument seiner Epoche, die heute rückblickend „Neobarock“ genannt wird.
Das Instrument wurde 2011 von Fa. Kutter, Thüringer Orgelbau Friedrichroda saniert und intonatorisch in optimaler Weise revidiert. Die 23 klingende Register auf zwei Manualen und Pedal füllen den Raum auf vielfältig klangschöne und auch angenehm füllende Weise, wobei die Klarheit von Raum und Klang eine wunderbare Einheit bilden. (Theophil Heinke, Orgelsachverständiger der EKM)
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