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Sing gleich der hellsten Nachtigall

Freitag, 10. Juli 2020 | 19:00 Uhr | Evangelische Dorfkirche, Zeutsch

Martin Stephan, Langenhorn – Orgel
Susanne Ehrhardt, Berlin – Blockflöte, Clarino

Werke von Telemann, Jean-Baptiste Loeillet, Diego Ortiz u.a.

Eintritt: 10,- Euro

 

Martin Stephan, Foto: privat

Als Thomaner galt das Leben des Martin Stephan bereits im Kindesalter der Musik.[1] Nach einem Studium in Eisenach ging er nach Weimar und belegte dort die Fächer Orgel und Dirigieren an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“. Dieses ergänzte er durch eine zusätzliche Ausbildung zum Carilloneur in Vilnius und Kaunas. Seine Karriere begann er mit einer Kapellmeisterstelle an den Städtischen Bühnen zu Erfurt. Anschließend übernahm er das Amt des Organisten an den Erfurter Museen sowie die des Carilloneur am Glockenspiel „Bartholomäusturm“.

1986 begann Stephan seine langjährige Tätigkeit als Organist der Konzerthalle Ulrichskirche und bis 2002 als Carilloneur am Roten Turm zu Halle (Saale). In der Zeit von 1997 bis 2002 war er zudem Titularorganist an St. Georgen in Eisenach, der Taufkirche Johann Sebastian Bachs.

Stephans Lehrtätigkeit fand ihren Anfang bereits während seiner Erfurter Zeit, allerdings an der Musikhochschule in Weimar, wo er von 1976 bis 1989 die Fächer Orgel, Dirigieren und Schulmusik unterrichtete und als Assistent dem Kammerchor unter Gert Frischmuth diente. Drei Jahre nach dem Wechsel nach Halle verlegte Stephan auch seine Lehrtätigkeit dorthin, an die Evangelische Hochschule für Kirchenmusik Halle mit den Fächern Orgel-Literatur, Improvisation und Chorleitung sowie der Leitung des Hochschulchores.

Im Jahre 2003 wechselte er erneut seinen Wirkungsort mit der Übernahme der Kantoren- und Organistenstelle an St. Nicolai in Westerland auf Sylt. Von dort aus unternimmt Martin Stephan auch Konzertreisen als Organist nach Frankreich, Italien, Belgien, Ungarn, Russland, Polen, das ehemalige Jugoslawien und die USA. Innerhalb Deutschlands genoss Stephan auch die Zusammenarbeit mit dem Philharmonischen Staatsorchester Halle. Regelmäßig kehrt er während der jährlich im Rahmen der Halleschen Händelfestspiele Anfang Juni stattfindenden „Orgelnacht“ zurück an die Ulrichskirche.

 

Susanne Ehrhardt, Foto: Stephan Röhl

Susanne Ehrhardt musizierte als Solistin in den Philharmonien in Berlin und Köln, im Konzerthaus Berlin, im Gewandhaus zu Leipzig, im Münchner Gasteig, im Amsterdamer Concertgebouw, in der Suntory-Hall sowie im Metropolitan Art Space in Tokio und im Masonic Auditorium in San Francisco. Konzertreisen führten sie in fast alle Länder Europas, in die USA, Mittel- und Südamerika, Südostasien, Japan und Australien und zu mehreren internationalen Festivals. Ihre Konzerte wurden von zahlreichen Radio-Sendern live übertragen.

Susanne Ehrhardt erhielt mehrere Auszeichnungen. Unter anderem gewann sie beim Internationalen Wettbewerb Musica Antiqua in Brügge mit ihrem Klarinettentrio „Die Gassenhauer“ den Preis für die beste Interpretation und den Publikumspreis.

Von Susanne Ehrhardt liegen zahlreiche CD-Einspielungen vor – zum Beispiel mit Kammermusik vom Hofe Sophie Charlottes, wieder entdeckten Werken aus einem Notenbuch Friedrichs II, frühbarocken italienischen Kompositionen sowie mit den Brandenburgischen Konzerten unter der Leitung von Ludwig Güttler.

Sing gleich der hellsten Nachtigall