Termin Details


Poesien und Legenden

Donnerstag, 30. Juni 2022 | 19:30 Uhr | Sömmerda (St. Bonifatiuskirche)

Stefan Kießling (Leipzig) – Orgel
Jessyca Flemming (Berlin) – Harfe

Werke von Camille Saint-Saëns, Sigfrid Karg-Elert und Rudolf Ewald Zingel

Eintritt: 10,- €

Jessyca Flemming, Foto: Claudia Gerhardt

Jessyca Flemming wurde in Berlin geboren und studierte Harfe in Weimar, Berlin und Rostock. Mit knapp sechs Jahren begann sie ihre musikalische Ausbildung am Klavier, ehe sie mit dem siebten Lebensjahr Harfenunterricht erhielt. Seitdem führten sie Konzerte als Solistin und im Duo bzw Trio quer durch Deutschland, aber auch ins Ausland wie z.B. nach Prag oder Paris.

Einen ersten Preis erhielt sie bereits mit elf Jahren beim Wettbewerb „Jugend musiziert“, es folgten weitere Preise für Klavier bzw Harfe bei nationalen und internationalen Wettbewerben sowie Förderungen durch die Yehudi Menuhin Stiftung Live Music Now, die Neue  Liszt Stiftung Weimar, die Ernst-Freiberger-Stiftung und den Richard-Wagner-Verband Trier.

Seit Ende 2014  hat Jessyca einen Gastspielvertrag mit dem Südthüringischen Staatstheater/Puppentheater Meiningen, wo sie für zwei Inszenierungen als Bühnenharfenistin und Spielerin beschäftigt ist: In „Der kleine Prinz“ (Saint-Exupéry) und „Die Gabe der Weisen“ (O. Henry); seit der Spielzeit 2018/2019 hat sie zudem einen Gastspielvertrag mit dem Konzerthaus Berlin für die Kinderoper „Der Grüffelo“. Des Weiteren musiziert die Künstlerin in den verschiedensten Kammermusikbesetzungen – z.B. im „Duo Distensione“ mit Oboe, im „Duo Elysion“ mit Panflöte/Querflöte und im Duo mit Saxophon.

Regelmäßige Meisterkurse ergänzen Jessycas Ausbildung, z.B. bei Margit Anna Süß-Schellenberger, Petra van der Heide, Edward Witsenburg und Isabelle Moretti(Konzertharfe), Park Stickney (Jazzharfe), Dominig Bouchaud (keltische Hakenharfe) und Robin Huw Bowen (Walisische Tripleharfe).

Foto: Stefan Kießling

Stefan Kießling ist freischaffender Konzertorganist. 1999 begann er als Organist an der Klosterkirche Cottbus und betreute dort 15 Jahre das musikalische Leben rund um die historische Sauer-Orgel. 2009-2018 war er Assistenzorganist an der Thomaskirche Leipzig und dort regelmäßig in Motetten, Gottesdiensten und Konzerten zu hören.

Seit Beginn seiner Studienzeit pflegt er eine intensive Konzerttätigkeit und war bisher in über 25 Ländern auf fünf Kontinenten zu Gast mit Auftritten in St Thomas 5Ave New York City, Washington National Cathedral, Westminster Abbey und St Paul’s London, Philharmonie Jekaterinburg, Cultural Centre Hongkong und vielen anderen. Gebürtig in Görlitz, führte ihn sein musikalischer Weg über mehrere Stationen mit Ausbildung in Klavier, Cembalo und Orgel nach Leipzig zum Orgelstudium, welches er im Jahr 2000 begann, mit einem Aufbaustudium vertiefte und 2008 mit dem Konzertexamen abschloss.

Krippendorf-Orgel Sömmerda, Foto: Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda

Die Orgel in der Sömmerdaer Bonifatiuskirche wurde 1702-1709 von Johann Georg Krippendorff (Kölleda) erbaut. Er verwendete dafür auch Teile eines dort schon vorhandenen Instrumentes von 1616. Umfangreiche Umbauarbeiten wurden 1871 von Louis Witzmann und 1935 sowie 1951 von Gerhard Kirchner vorgenommen. In den Jahren 2007 bis 2009 führte Orgelbau Waltershausen die Restaurierung der Orgel durch. Einige Jahre später konnten die Prospektpfeifen aus Zink durch neue Zinnpfeifen ersetzt werden. Außerdem wurde das Glockenspiel, das aus 30 Schalenglocken besteht wieder spielbar gemacht und das Paukenpaar aus dem 18 Jahrhundert wurde ebenfalls restauriert. Die Krippendorff-Orgel ist eine mechanische Schleifladen-Orgel, hat zwei Manuale und 30 Register. Im Herbst 2022 wird mit umfangreichen Bauarbeiten in der Kirche begonnen, an deren Ende möglicherweise auch eine neue Farbfassung der Emporen und des Orgelprospektes steht.

Poesien und Legenden