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„Mit der Königin über den Bach bis zum König“     

Mittwoch, 21. Juli 2021 | 19:30 Uhr | Divi-Blasii-Kirche, Mühlhausen

Barockes und Jazziges 

mit Daniel Beilschmidt an der Orgel und dem Ensemble percussion posaune leipzig

Eintritt: 15,- Euro     —> TICKETBUCHUNG

Die klassischen Anfangsklänge lassen es noch nicht erahnen – aber bereits nach wenigen Takten zum Aufwärmen weiß der Zuschauer: This could be the start of something big!  Die bekannte jazzige Melodie aus den 50er Jahren in individuellem Gewand, gespielt von drei Posaunisten und einem Schlagzeuger, eröffnet das abwechslungsreiche Programm der markant besetzten Truppe aus Leipzig.  Von Takt zu Takt servieren die fünf Vollblutmusiker nicht nur Neues, sondern kommentieren Altbekanntes mit musikalischen Verwandlungen und unerwarteten musikalischen Ideen. Dass auch der Humor nicht kurz kommt, dafür sorgt Joachim Gelsdorf, Mitbegründer von percussion posaune leipzig, mit kurzweiligen Erklärungen und Anmerkungen.

Johann Sebastian Bach, Thomas Morley und Klänge die die „Drei Zinnen“ von Christoph Reuter komponiert, sich einer Frischzellenkur unterziehen, die Barockes und Jazziges verbindet, immer wieder überrascht und garantiert für Gesprächsstoff sorgt. Und spätestens bei der Komposition „Rhythmic Contacts“ des Leipzigers Stephan König ist klar, dass Konventionen nur dazu dienen, lustvoll von Percussions-, Orgelklängen und Posaunentönen gesprengt zu werden.

Ensemble percussion posaune leipzig | Foto: Guido Werner | © Musikbüro Leipzig

Alle vier Profimusiker haben ihr Handwerk von der Pike auf gelernt und in namhaften Orchestern gespielt. Seit 1992 spielen sie zusammen und begeistern mit den unterschiedlichsten Programmen ihre Zuhörer. Jazz und Klassik, Musik für Kinder und nicht zuletzt verschiedene Auftragswerke gehören zu ihrem vielseitigen Repertoire. Drei Posaunen und ein Percussionist – und wenn das nicht reicht, dann holen sie sich Verstärkung in Form von tanzenden Sängerinnen oder einer Orgel. So geht Kammermusik heute: entstaubt, aufgeschüttelt und frisch und unterhaltsam serviert.

In den letzten Jahren begeisterte percussion posaune leipzig bei zahlreichen namhaften Festivals. Und auch unsere europäischen Nachbarn konnten die ungewöhnliche Besetzung und Herangehensweise der Musiker im letzten Jahr bei verschiedenen Auftritten erleben.

Gastspiele im Ausland in den letzten Jahren:

Österreich, Schweiz, Ungarn, Luxemburg (De klenge Maarnicher Festival), Frankreich (Straßburger Münster)  und Dänemark.

In Deutschland u.a. beim Internationalen Orgelsommer im Berliner Dom, dem Festival Mitte Europa, Blechbläserfestival Sauerlandherbst oder bei den Europäischen Wochen Passau, beim Hohenloher Kultursommer und beim mdr-Musiksommer.

Weitere Informationen inklusive Hörproben auf

www.percussion-posaune.de

 

Daniel Beilschmidt, geboren 1978, studierte Orgel mit Konzertexamen bei Arvid Gast, Ullrich Böhme, Stefan Johannes Bleicher, Hans Fagius, Bernhard Klapprott und Michael Kapsner in Leipzig, Kopenhagen und Weimar.

2002 gewann er den ersten Preis um ein Stipendium der Hans-und-Eugenia-Jütting-Stiftung Stendal, 2008 errang er den Ritter-Preis beim IV. August-Gottfried-Ritter-Wettbewerb Magdeburg sowie den vierten Platz beim Internationalen Bachwettbewerb Leipzig. 2009 wurde er in das Amt des Leipziger Universitätsorganisten berufen, 2009 bis 2015 war er Assistenzorganist an der Leipziger Thomaskirche. Seit dem Wintersemester 2015/16 ist er Künstlerischer Mitarbeiter an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig.

Konzerte führten ihn über Deutschland hinaus nach Norwegen, Dänemark, Belgien, Polen, Russland, Georgien, Spanien, Argentinien, Mexiko, in die Schweiz, die Ukraine und die USA. Er arbeitete u.a. mit dem Gewandhausorchester, Thomanerchor, MDR-Rundfunkchor, Jerusalem Symphony Orchestra, amarcord, dem Oboisten Ramon Ortega Quero, Malte Arkona oder Günter „Baby“ Sommer zusammen.

Auch als Komponist tritt Daniel Beilschmidt hervor: im August 2012 erlebte sein Orgelstück „verwandlung“, geschrieben für die große Silbermannorgel des Freiberger Domes, seine Uraufführung. Im Mai 2015 präsentierte der GewandhausChor Leipzig das Programm „Der stumme Krieg“ mit neu verfasster Musik von Beilschmidt und vier weiteren Komponisten. Im Mai 2018 wurde als Auftragswerk zum 50. Jahrestag der Sprengung der Alten Leipziger Universitätskirche das Stück „Visionen“ nach Texten der Bibel für Chor, Sopran- und Bass-Solo, zwei Orgeln und vier Instrumente in der Neuen Universitätskirche uraufgeführt. Für März 2020 ist mit dem GewandhausChor die Uraufführung von „Deine Nacht – Passion nach Johannes“ (Libretto: Christian Lehnert) geplant.

Im Dezember 2017 begann mit der Eröffnung des Paulinums/der Neuen Universitätskirche St. Pauli für Daniel Beilschmidt ein neues Kapitel. Rund um die beiden neuen Orgeln (Schwalbennest-Renaissance-Orgel von Metzler, II/P,7 und Jehmlich, III/P, 46) ist ihm die musikalisch-liturgische Planung, Gestaltung und Ausführung von Gottesdiensten, Universitätsvespern und Konzerten anvertraut.

www.danielbeilschmidt.de

Daniel Beilschmidt (Foto: Thomas Puschmann)

 

Orgel, Posaunen und Percussion