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Ohrwürmer aus alten und neuen Zeiten

Sonntag, 26. Juni 2022 | 17:00 Uhr | Holzhausen (Dreifaltigkeitskirche)

Tom Anschütz (Waltershausen) – Orgel
Tenneberg-Consort Waltershausen

Musik der Barockzeit, der Romantik, irische Folklore u.a.

Eintritt: 10,- €

Das Tenneberg-Consort, bestehend aus Laura Sattler (Blockflöte), Tom Anschütz (Cembalo/ Orgel) und Tilman Reinhardt (Gambe), debütierte 2019 bei der „Langen Nacht der Hausmusik“ im Rahmen der Thüringer Bachwochen. Seitdem haben die Instrumentalisten, die die Liebe zur Alten Musik verbindet und die sich alle seit vielen Jahren mit der Historischen Aufführungspraxis beschäftigen, schon zahlreiche Konzertbesucher mit ihrem harmonischen, beschwingten Zusammenspiel begeistert.

Tenneberg Consort – Foto: privat

Für das Konzert im Rahmen des Thüringer Orgelsommers erhält das Ensemble Verstärkung durch Sabine Kühnert (Blockflöte). In dieser erweiterten Besetzung präsentieren die Musiker Ohrwürmer aus dem Barock, der Romantik bishin zur Irischen Folklore und meditativen Taizé-Bearbeitungen.

Freuen Sie sich auf ein abwechslungsreiches Konzertprogramm, das Sie mitnimmt auf eine musikalische Reise durch verschiedene Länder und Epochen, und von dem Sie bestimmt den einen oder anderen Ohrwurm mit nach Hause nehmen werden!

Tom Anschütz erhielt seinen ersten Orgelunterricht bei KMD Theophil Heinke an der Trost-Orgel in Waltershausen. 2014 bis 2018 studierte er Kirchenmusik in Halle (Saale). Unterrichtet wurde er an der Orgel von Christiane Bräutigam, Dr. Steffan Nusser und Prof. Ullrich Lamberti. Interpretationskurse, u.a. bei Prof. Arvid Gast (Lübeck), runden seine künstlerische Ausbildung ab. Tom Anschütz ist als Solist und Begleiter in Mitteldeutschland und darüber hinaus an der Orgel anzutreffen.  Zu seinen Referenzen zählen Auftritte, u.a. bei Festivals wie dem Thüringer-Orgelsommer oder dem Bach-Festival Arnstadt.

Hesse-Orgel Holzhausen – Foto: Gabi Damm

Die Orgel in Holzhausen: 1788 begann der Dachwiger Orgelbauer Johann Michael Hesse mit dem Bau der Orgel, die er erst 1801 fertigstellte. Zu dieser Zeit waren so lange Bauzeiten durchaus üblich, aufgrund der vergangenen Hungers- und Kriegsjahre fehlten oft die Mittel. Im Laufe ihrer Geschichte erlebte die Orgel mehrere Umbauten, so unter anderem durch den Sohn des Erbauers Ernst Ludwig Hesse, der ein zuvor gestohlenes Flötenregister ersetzte. Friedrich Meißner nahm die Instandsetzungsarbeiten 1867 vor, Hugo Böhm 1897. 1928 musste die Orgel aufgrund von immensen baulichen Schäden der Kirche ausgelagert werden. 1929 wurde sie durch Böhm auf der ersten Empore wieder aufgebaut. Wo die Orgel zuvor stand, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Trotz einiger Veränderungen verfügt das Instrument über einen hohen Anteil originaler Substanz. 2014-2017 wurde die wertvolle Orgel durch die Orgelbau Waltershausen GmbH restauriert und die Disposition auf den erhaltenswerten Zustand von 1867 zurückgeführt.  Die Orgel verfügt über 19 Register auf zwei Manualen mit Pedal, einem Cymbelstern und einen Tremulanten. Eine Besonderheit sind die marmorierten Tastenfronten.

Orgelbauwerkstatt Hesse: Insgesamt 4 Generationen  Familie Hesse aus Dachwig wirkten als Orgelbauer (von 1734 bis 1900) in Thüringen und darüber hinaus. Im 19. Jahrhundert wurde sie durch große Bauten wie u.a. im Erfurter und Rigaer Dom bekannt und wurde sogar im Wettstreit mit den damals bedeutendsten Firmen Europas für den Neubau der Konzert-Orgel des Wiener Musikvereins angefragt. Die Instrumente dieser bedeutenden Werkstatt zeichnen sich durch ihre hervorragende Handwerksarbeit, eine sehr feine und klare Intonation sowie viele liebevoll ausgeführte Details aus.

Ohrwürmer aus alten und neuen Zeiten