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Italienischer Abend – Teil II

Samstag, 9. Juli 2022 | 19:30 Uhr | Ruhla (St. Trinitatis)

Sara Musumeci (Catania, IT) – Orgel

Deutschland und Italien – eine Orgelreise

Bach, Bellini, Capocci u.a.

Eintritt: 10,- €

Vor dem Konzert werden italienische Speisen und Getränke angeboten.

Sara Musumeci ©Paolo Oreni

Sara Musumeci, geboren 1991 in Giarre, ist eine vielversprechende sizilianische Künstlerin, die trotz ihres jungen Alters bereits einen beachtlichen Lebenslauf aufweisen kann. Nach dem Studium der Kunstwissenschaft an der Universität von Palermo schloss sie ein Studium in Musikwissenschaft an, das sie mit Auszeichnung abschloss. Das Klavierstudium bei Giuseppe Cantone und Violetta Egorova schloss sie unter der Führung von Prof. Epifanio Comis an der Musikhochschule „V. Bellini“ in Catania mit höchster Punktzahl ab. Schließlich erhielt sie an der Pariser Schola Cantorum, unter Leitung von Jean-Paul Imbert, das Diplôme de virtuosité.

Zahlreiche Meisterkurse in Sizilien (an der Sizilianischen Klavierakademie) und an der Musikhochschule in Paris runden ihre Studien in Chorleitung (bei Prof. Giuseppe Mignemi) und Orgel (bei den Professoren Perrucci, Mammarella, Catalucci, Cannizzaro und Oreni) ab. Auch einen Meisterkurs in Orgelrestaurierung hat sie bei dem Orgelbauer Franco Olivieri abgeschlossen.

Neben ihren Konzert-Tätigkeiten als Pianistin und Organistin, bei denen sie solistisch oder in Duos musiziert, ist sie Chorleiterin in Giarre und leitet seit 2015 Seminare zu Musikwissenschaft. Diese finden in Zusammenarbeit mit der Universität von Palermo sowie catanesischen Kunst- und Musikgesellschaften statt.

Des Weiteren ist Sie Dozentin für Klavier am „Carlo Alberto dalla Chiesa“ Institut sowie an der Akademie „Music for life“ (San Giovanni La Punta) und beim „Istituto di Alta Cultura – Tisia“ in Catania.

2019 gewann sie den 2. Preis beim Internationalen Orgelwettbewerb “Timorgelfest” und den 1. Preis beim Internationalen Orgelwettbewerb in Malta.

Knauf-Orgel Ruhla-Trinitatis, Foto: Franziska Löhr print Druck und Medien GmbH Ruhla

Die Orgel der Trinitatiskirche Ruhla wurde von Friedrich Knauf (Großtabarz) im Jahre 1859 unter Verwendung des Prospektes und eines (kleinen) Teiles des Metallpfeifenwerkes der Vorgängerorgel von 1709 erbaut. Sie ist eine Schleifladenorgel und hat mechanische Trakturen. Die Anzahl der klingenden Register beträgt 33 auf zwei Manualen mit Pedal. Damit ist sie wahrscheinlich die größte erhaltene Orgel der Werkstatt Knauf aus Großtabarz.

Die Knauf-Orgel wurde in den letzten Jahren grundlegend durch den Orgelbaubetrieb Kutter  (Friedrichroda) restauriert. 2020 konnte die Orgel erstmalig wieder in einem Konzert im Thüringer Orgelsommer erklingen.

Die Orgelbaufamilie Knauf war über vier Generationen in Thüringen aktiv. Die Knaufs gehörten im 19. Jahrhundert zu den produktivsten Orgelbauern in Thüringen; ihr Werk umfasst mehr als 200 Orgeln.

Italienischer Abend – Teil II