Termin Details


»Welteinklang«

Freitag, 24. Juni | 19:30 Uhr | Arnstadt (Johann-Sebastian-Bach-Kirche)

Prof. David Timm (Leipzig) – Orgel
Frauensextett Sjaella (Leipzig)

Werke von Arvo Pärt, Ēriks Ešenvalds und Johann Sebastian Bach, Volkslieder aus Skandinavien sowie Orgelimprovisationen.

Tickets für 15,- bzw. 25,- € sind noch an der Tageskasse erhältlich (ab 18:30 Uhr)

Keine besonderen Hygiene-Regeln (ein Sicherheitsabstand von 1,5 m sowie das Tragen von Mund-Nasenschutz wird empfohlen)

Tickets erhalten Sie online unter —> www.ticketshop-thueringen.de, telefonisch unter 0361-2275227, in allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie – je nach Verfügbarkeit – an der Konzertkasse.

Es sind bewegende und zeitlose Themen, die in diesem Konzert vereint ihre zentralen Plätze einnehmen: der Frieden, die Wunder der Natur und die Liebe. Neuvertonungen geistlicher Texte, Werke von Bach, Gebete und Hymnen von Ola Gjeilo und weiteren Künstlern unserer Zeit leiten den ersten Konzertteil ein. Der zweite Teil des Konzertprogrammes widmet sich Orgelimprovisationen und Volksweisen aus dem Norden Europas. Jedem Lied wird durch charakteristische Arrangements und stimmlicher Wandelbarkeit der Raum gegeben, Mysterien seines Kulturkreises zu enthüllen. In Geschichten über verlorene Liebe, Sehnsucht und tollkühne Wagnisse zeigt sich jede Region in ihrer ganz eigenen Besonderheit.

 

Sjaella © Antje Kröger

Homogen und individuell, leicht und kernig, präzise und frei – dieser Facettenreichtum ist es, der den Klang von Sjaella ausmacht. Die 6 Sängerinnen haben ihren gemeinsamen Weg schon vor Jahren gefunden und entdecken doch immer wieder neue Abzweigungen. Sie sind offen für neue Einflüsse, lieben musikalische Vielfalt und haben den Mut, Grenzen auszudehnen. Ihr Repertoire ist entsprechend breit gefächert, in unterschiedlichsten Genres fühlen sie sich zuhause. Diese Vielseitigkeit und die Nähe zu ihrem Publikum verschaffen Sjaella seit Jahren Engagements bei renommierten Musikfestivals im In- und Ausland, Gastauftritte in Funk und Fernsehen sowie 1. Preise bei internationalen Wettbewerben für Vokalmusik.

https://sjaella.de/start.html

 

David Timm – Copyright by Sebastian de Vries

David Timm ist ein deutscher Pianist, Organist, Chorleiter und Jazzmusiker. Seit Februar 2005 ist er Universitätsmusikdirektor der Universität Leipzig und damit auch Leiter des Leipziger Universitätschores.

In seiner Schulzeit war Timm Mitglied und später Erster Präfekt des Leipziger Thomanerchors. Nach dem Abitur an der Thomasschule studierte er von 1989 bis 1995 an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig Kirchenmusik bei Hannes Kästner, Arvid Gast und Volker Bräutigam und schloss das Studium mit dem A-Examen ab. Nach dem Studium absolvierte Timm in der Meisterklasse von Markus Tomas ein Klavierstudium, das er 1999 mit Auszeichnung abschloss. 1996/97 weilte er zu einem Studienaufenthalt bei Karl-Heinz Kämmerling am Salzburger Mozarteum. Von 1998 bis 2002 unterrichtete er an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik Halle Chor- und Orchesterleitung und seit 1998 an der Leipziger Musikhochschule liturgisches und seit 2002 zusätzlich künstlerisches Orgelspiel. 2017 wurde er zum Honorarprofessor an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig ernannt.

Seit 1991 tritt Timm zusammen mit dem Saxophonisten Reiko Brockelt als JazzDuo Timm/Brockelt bei Klassik- und Jazzfestivals im In- und Ausland auf. Zusammen mit dem Saxophonisten Frank Nowicky gründete er 1999 die LeipzigBigband und war von 1999 bis 2006 musikalischer Leiter des Leipziger Vocalensembles. 1997 wurde er beim Internationalen Wettbewerb für Orgelimprovisation in Schwäbisch Gmünd mit dem ersten Preis ausgezeichnet. David Timm ist Mitbegründer und Vorstandsvorsitzender der Richard-Wagner-Gesellschaft Leipzig 2013. Er wurde 2008 mit dem Mozartpreis der Sächsischen Mozart-Gesellschaft ausgezeichnet.

Orgelbild J.S.Bach Kirche Arnstadt: Fotoarchiv des Thüringer Orgelsommers

Geschichte der Orgeln der Johann-Sebastian-Bach-Kirche in Arnstadt
1701-03
Orgelneubau von Johann Friedrich Wender, Mühlhausen, auf der 3. Empore mit 23 Registern, 2 Manualen und Pedal

1703
Abnahme der Orgel durch Johann Sebastian Bach (1685-1750).

1703-07

J. S. Bach erhält seine erste Organistenstelle an der „Neuen Kirche“, danach bis 1728 sein Vetter Johann Ernst Bach.

1864

Umbau und Erweiterung der Orgel durch Julius Hesse, Dachwig, mit 3 Manualen und 54 Registern. Bachs Spieltisch ist im Schlossmuseum.

1911-13

Orgelneubau auf der 2. Empore von G. F. Steinmeyer, Oettingen, ein romantisches Werk mit pneumatischer Traktur unter Wiederverwendung des Gehäuses, von 7 Registern der Wender-Orgel (6 davon mit „B“ bezeichnet = alte Bachregister) und weiteren Teilen der Vorgänger-Orgel

1997-99
Anlässlich des bevorstehenden Bachjahres 2000 (250. Todestag) erfolgte eine umfassende Rekonstruktion und Sanierung der Kirche wie: Dachneudeckung, Heizungsneubau, Einbau von Sanitäranlagen, Erneuerung der E-Anlage, farbliche Neugestaltung der Kirche und die Lösung eines lange geplanten Orgelprojektes. Im Zusammenhang mit dieser Sanierung besitzt die Kirche nun 2 wertvolle Orgeln:
1. Die restaurierte Steinmeyer-Orgel von 1913 unter Herauslösung aller Originalteile der Wender-Orgel, d. h. Prospekt von 1703 und 320 Pfeifen, die durch Neubau ergänzt wurden. Sie ist eine romantische Orgel (55 Register, 440 Hz, gleichstufig gestimmt).
Standort ist die 1 Empore – hinter dem mit Stoff bespannten Gitterwerk (unter der Wender-Orgel).
2. Die rekonstruierte, d. h. neu gebaute Wender-Orgel nach dem Stand von 1703. Nach 300 Jahren sind noch 1/3 Originalteile der Wender-Orgel erhalten. Neben den oben genannten Prospekt und den Pfeifen, existiert auch noch der Originalspieltisch im Museum. Sie ist eine barocke Orgel (21 Register, 465 Hz, ungleichstufig gestimmt – wohltemperiert). Die Spielwindversorgung erfolgt durch das Treten eines Blasebalges oder mit Motor.
Standort ist die 3. Empore, im Gewölbebereich.

Die Restaurierungs- und Rekonstruktionsarbeiten wurden durch die Orgelbaufirma Hoffmann &  Schindler aus Ostheim (Rhön) ausgeführt und von Bachpreisträger KMD Gottfried Preller als Orgelsachverständiger und Organist der Johann-Sebastian-Bachkirche Arnstadt konzeptionell beraten und betreut.

16. Januar 2000

Wiedereinweihung der Johann-Sebastian-Bach-Kirche und Weihe der Orgeln

Eröffnungskonzert